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'THIS IS OUR ALASKA WINTER' - Mieminger Kette - Tajakopf NO Flanke 50-53°/250m, Rest 45-50°/200 m und Klemmblock-Kanal 35 - 45°/400m, eine Passage 55° und Daniel Ostflanke (43-47°/300m)

12.3.2012 "this is my winter" ... diesen bekannten Freerider-Film machen wir uns heuer selbst. Der Tajakopf in Ehrwald hat Scherer Reini und Zwirner Klaus zum wiederholten Mal einen unglaublichen Skitag beschert. Beim letzten Unternehmen zum NW Kanal sind wir beim Aufstieg einigen Extremskifahrern aus der Ehrwalder Bergrettungszene begegnet. In der Gondel sprach uns ein älterer Mann auf unsere Ausrüstung an und begann von all den steilen Abfahrten  in dieser Gegend zu sprechen. Unter anderem erzählte er von der Daniel Ostflanke (43 - 47°/300m/1350 HM)** und von der Neuen Welt von der Zugspitze (30 - 45°/ 900 m) und von vielen anderen Insidervarianten rund um Ehrwald. Der Mann kannte sich offensichtlich aus, machte aber - so wie die meisten aus dieser Gegend - kein großes Ding daraus.
Erst nachher hat sich herausgestellt, dass es sich um Hochenegg Markus handelte, welcher in den 80er Jahren vermutlich als Erster die Ehrwalder Sonnenspitze (40-50°/350m)  mit den Skieren abfahren konnte.
Auf dem Weg zum Tajakopf haben wir dann auch noch den "Flu", den Schennach Stefan und den Raich Stefan getroffen, die sich auf den Weg zur Igelskopf Nordwand (38-47°/450 m) machten. So ganz nebenbei erzählt Stefan Raich, dass er vor ein paar Jahren mit Walter Lehnauer über die NO Flanke zum Tajakopf aufgestiegen ist. Leider war die Flanke damals aber viel zu eisig und an eine Abfahrt nicht zu denken. Erst durch ihn wurde ich auf diese Linie aufmerksam, weil er von der versteckten Rinne erzählte, die um die Kurve zum Gipfelgrat führt.

Heute weiß ich, wovon er sprach. Bei eisigen Verhältnissen, würde ich diese Flanke nie und nimmer befahren, denn sie ist steil, exponiert und ein Ausrutscher, ... ist nicht drinn. Wir sind übrigens nicht direkt über die Flanke sondern über die rechte SO Rinne aufgestiegen, welche genau zu all den anderen Einfahrten in die NW Abfahrten führt und zugleich auch den Einsteig in die NO Flanke darstellt.

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Tajakopf NO Flanke (50-53°/250 m und 45-50°/200m)
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die von unten nicht einsichtige Ostrinne "Alaska Rinne" (45-47° / 150 m).

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Der Übergang von der Ostrinne in die steile Nordostflanke (50 - 53°/250m ), welche unten mit einem Felsabbruch ins Brendlkar endet.

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Die Ausfahrt aus der NO Flanke immer noch satte 45° steil.

Und weils so schön war und reini all seine "skiprojekte" am Tajakopf abschließen wollte sind "wir" dann nochmals aufgestiegen und vom vorderen Tajatörl in die Westseite eingefahren. Der leicht ansteigende Quergang (= Zustieg 75 m) zur Einfahrt in den "Klemmblockkanal" hat eine kurze Passage von 50-55°. Die Steigeisen erfüllten ihren Zweck.  Die Rinne selbst ist dann 40-45° steil und hat oberhalb des "Klemmblockes" erneut eine kurze Passage mit 55°.

Am Ende des Tages hatten wir satte 1800 Hm und zwei traumhafte Abfahrten in den Füßen.

In der Mitte der Rinne kann man den Klemmblock erkennen, der nur bei genügend Schnee zugeschüttet ist und slebst dann nur "skiers left" umfahren werden kann. Die offensichtliche "Klettersteigrinne" (35-46° / A0 kurze Stelle abklettern) ca 100-150m daneben und direkt vom Gipfel hat reini bereits 2 Jahren zuvor befahren.

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.kurz vor der steilen Passage (55°/35 m)

Die Abfahrt über den "Klemmblock" (im Sommer 15 - 20 m hoch) und die Rinne bis zum Seebensee (45-35°)...

und wir waren nicht unbeobachtet, denn wie immer hatten einzelne Mitglieder der Ehrwalder Bergrettung - alle samt selbst Extremskifahrer, unsere Spuren genau im Auge und freuten sich mit uns, über die gelungenen Befahrungen.

Daniel Ostwand (43 - 47°/300m) bereits in den 70er Jahren von Einheimischen befahren

** Zur Info: in Relation zu meinen Messungen von anderen Abfahrten in der Mieminger Kette, oder zu den Erfahrungen in den Dolomiten oder in Chamonix, muss die "Daniel - Ostflanke" mit 45° /300 m (eventuell auch 43 - 47° /300m) gemessen werden, alles andere wäre unseriös. Oft liest man  hier auch von 50 - 55°. (Lediglich im Aufstieg kann einmal für 5 Meter in 50° steilem Gelände geklettert werden - kann aber auch umgangen werden) 
Auch im Klettern kann man einen 8. Grad nicht einfach mit dem 10 Grad angeben. Man misst immer dort, wo die Linie am einfachsten zu befahren ist. Nicht in den Seitenwänden, sondern mitten in der Rinne. Wer beim Daniel will, kann natürlich auch in 50° steile Passagen einfahren und einen 70° steilen Sprung probieren, da gibts viele Möglichkeiten,... Aber: auch bei einer Buckelpiste wird nicht der einzelne Buckel, sondern lediglich die Piste gemessen. Zumindest wird international so gemessen. Kleinere Passagen, die keinen Einfluss auf die Schwierigkeit haben oder Wechten, die sich ständig ändern können, werden in den Kurzangaben nie berücksichtigt, sondern lediglich bei genaueren Beschreibungen erwähnt . Man gibt auch nicht Schätzungen bekannt (irgendwo zwischen 50 und 55 = was so viel bedeutet wie zwischen 9. und 10 Grad im Klettern) sondern das genaue Spektrum der Steilheit (von bis) im Schlüsselbereich . 

Eventuell sind solche Angaben auch gefährlich, wenn Leute dann zB. nach Chamonix fahren und dort eine richtige 50 - 55° steile Flanke angehen, im Glauben es sei gleich steil wie die Ostflanke vom Daniel. Damit tut man niemandem etwas Gutes
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blau = Aufstieg, rot = Abfahrt. Manche Einheimische queren nach der Gipfelflanke auch hinaus um eine Südabfahrt über den Aufstieg anzuschließen

Die linke Einfahrt (max 42° und die direkte hat 45°), nach ca 50 m steilt es sich aber dann auf kontinuierlich 45° auf. Bei der enger werdenden Passage in der Mitte der Gipfelflanke wird es etwas steiler (45-47°) .

.Aufstieg über den Südgrat mit Blick in die Ostflanke

Fotos von reini am 21.3.2012

 

Quelle: text und fotos: reini scherer