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Sensationelle Ergebnisse der Österreicher beim legendären Rockmaster in Arco! Fischhuber 1. Platz, Eiter 1. Platz, Lama 2. Platz, Stöhr 3. Platz

9.9.2009 Hätte uns vor einigen Jahren jemand gesagt, dass irgendeine Nation beim Rockmaster diese Ergebnisse heimfahren könnte, wir hätten geantwortet: du träumst wohl! Mittlerweilen sind solche Ergebnisse aus Österreichischer Sicht beim Rockmaster bereits legendär! Und zu verdanken ist dies in erster Linie der konsequenten Arbeit unserer Athleten der jetztigen Generation an ihren Zielen! Wir gratulieren den Gewinnern.

Dabei hätte alles noch viel besser kommen können. Sowohl Johanna Ernst, als auch Schubert Jakob und auch Jorg Verhoeven hätten noch ums Podium mitmischen können. Jorg, beim after work an 3. Stelle, verhaute sich am Vortag die on sight Route mit einem Ausrutscher und war quasi chancenlos. Jakob, brachte eine konstante Leistung und musste sich schlussendlich nur ganz ganz  knapp dem 4. platzierten Cederic Lachat geschlagen geben. Ansonsten hätte er wieder gute Chancen im Duell der besten 4 gehabt.

Einen schwarzen Tag erwischte Johanna Ernst im after work. Am Vortag noch überlegene Führende und als einzige spielerisch am Top der on sight Route, kam am nächsten Tag der Alptraum jedes Kletterers, der ein hartes Projekt versuchen will. Eine äußerst harte Stelle im unteren Teil der after work,... kurze Unentschlossenheit, erneutes Zögern, ... im Wissen beide ausgeboulderten Varianten gehen,... aber nur nicht ganz sicher, ... für welche Variante entscheide ich mich nun, ... ein erneutes Antauchen... schließlich ein Dynamo und der Sturz ins Seil. Jeder, dem dies einmal in einem Projekt passiert ist, fieberte mit ihr mit und musste bei jedem erneuten Versuch, die Stelle zu bewältigen, mit ihr kämpfen. Selbst das Publikum war fassunglos und fühlte mit ihr mit, denn jeder spekulierte schon mit dem selben Ergebnis wie beim WC im Imst, wo sie vor Eiter Angela gewonnen hat.

Einen super Lauf hatte hingegen David Lama, der in der after work sein ganzes Repertoire zur Schau stellte und das Publikum begeisterte. Immer wieder fand er einen Schlupfwinkel, um sich in den eigenartigsten Verrenkungen zu erholen, ... das Publikum kam aus dem Staunen nicht heraus. Schlussendlich profitierte David aber auch aus dem Fehler von Patxi Usobiaga im untersten Bereich der afterwork, wo ihm der Fuß und später an der Bar dann auch das Bier ins "Gleiten" kam. Am Vortag liesen Patxi und Ramon in der on sight Route die anderen Athleten wirklich schlecht aussehen. Die spanischen Kampfmaschinen hatten noch Zeit dem Publikum zuzuwinken und kletterten als einzige und zwar "sorgenlos" zum Top. Selbst Supertalent Adanm Ondra zeigte nur auf seinen aufgepumpten Unterarm. Aber nach dem Abschneiden in Barcelona gönnte jeder David diesen Erfolg, auf den er nach seiner Expedition 4 Wochen lang auch konsequent und hart hingearbeitet hat.

Das Comeback des Jahres durfte wohl Angela Eiter mit ihrem nun insgesamt 5. Sieg beim Rockmaster feiern. Sie meldet sich mit einem beherzten Klettestil und mit diesem Sieg zurück in der Weltelite des Klettersports und jeder, und zwar wirklich jeder, hat ihr den Sieg nach ihrer harten Schulterverletzung im Vorjahr vergönnt.

Bei den Boulderern durfte erneut Kilian Fischhuber vom obersten Podest herunterlachen. Seine Vorstellung im letzten Boulder war beeindruckend, wenngleich der Modus des Veranstalters bei diesem Wettkampf erneut, einerseits gelobt und andererseits von vielen hinterfragt wurde. Spannend deshalb, weil bei den Herren beispielsweise erst nach 1 Stunde des Ausboulderns klar wurde, wie der letzte Bolder zu knacken war und so etwas nur durch den "after work" modus  möglich ist.

Hinterfragt weil: Erstens hätten viele Zuschauer auch die anderen Athleten gern in den letzten Bouldern gesehen. Zweitens hätte bei einem klassischen System Moroni Gabriele gewonnen, der als einziger 2 Tops klettern konnte und drittens ist nicht verständlich, warum sich sogar die Schiedsrichter ständig hinter der Wand darüber beraten müssen, wer nun in die nächste Runde kommt und wer nicht. Die Transparenz für den Zuschauer ist oft nur am Ausscheiden der Athleten zu sehen, oft wird  den Laien und den Athleten selbst aber nicht klar gemacht, warum jemand ausscheidet.
 
Aber so ist eben das System, an welches es auch gilt sich anzupassen und hier hat Kilian eindeutig und souverän gewonnen. Der neue Bouldermodus hat sich vom alten enfernt und hat sich nun dem klassischen Vorstiegsmodus angepasst. Statt Boulder 1,2,3,4 gibt es nur noch Quali, 1/2 Finale, Finale und Superfinale, wo nach jedem Durchgang / Boulder einige Athleten ausscheiden und immer die erreichte Höhe gewertet wird. Schade, wenn jemand aus Amerika kommt und dann nur 2 Züge klettern darf. Auch hier könnten, ähnlich wie beim Vorstieg in Arco, alle Routen, Boulder bzw Kletterzüge oder die Klettermeter zusammengezählt werden

Klilian hat überdies, nicht zuletzt auch auf Grund der einzigartigen Überlegenheit im männlichen Boulderzirkus im Verlauf der gesamten letzten Jahre den heurigen Competition Award gewonnen. Und es ist unbestritten, einen größeren und komplexeren Sieger bzw Wettkampfkletterer im männlichen Boulderzirkus hat es bisher nie gegeben und wird es auch in Zukunft so schnell im Bouldern nicht mehr geben. Endlich wurde dieser Leistung Anerkennung gezollt, wenn auch Johanna Ernst berechtigte Chancen auf diesen Award (für den übrigens auch Anna Stöhr zur Debatte stand) auf Grund der Ergebnisse im Vorjahr gehabt hätte. Gratulation an Fischhuber Kilian.

Bei den Damen  waren die teilweise, wie bereits in Innsbruck, etwas zu schwer geschraubten Boulder hart umkämpft. Und auch hier kam der Modus dieses Bewerbes im abschließenden Boulder auf seine Grenzen. Die Grundphilosophie des Boulderns "Top oder eben nicht Top" kam hier gehörig ins Wackeln. Nach dem 1. Versuch der Italienerin hätte niemand mehr einen Versuch machen müssen, weil jedem klar war, dass nur sie als erste eliminiert werden kann. Höflicherweise hat dann doch noch jeder einmal probiert.

Im letzten Boulder waren dann alle 3 Athletinnen gleich stark. Nur, die eine versuchte den Zug vorzubereiten und die anderen sprangen einfach zum nächsten Griff. Sogar im Superfinale ging es dann nur darum, wer den 3. von 8 Griffen berührt und wer nicht. 
Hätten die Athletinnen hier den Modus taktisch wissentlich mehr ausgenützt, dann wäre es nur noch darum gegangen, den nächst höheren Griff zu berühren bzw anzuspringen. Aber dies war selbst den Athletinnen zu blöd. Und Anna wurde vielleicht auch deswegen lieber hervorragende Dritte.

Generell waren die Boulder aber von Jacky Godoffe wieder hervorragend und äußerst spektakulär geschraubt. Dieser weit über 50 Jahre alte Mann hat einen super Stil und versteht es obendrein, die Strukturen spannend, interessant und auch künstlerisch anspruchsvoll in die Wände zu schrauben. Aber dieser Modus erfordert einen komplett anderen und viel homogeneren Stil im Boulderbau, da es nicht nur um Zonen und Tops, sondern eben um jeden gehaltenen Griff geht. Schlussendlich ist ihm dies hervorragend gelungen. Auch bei den Vorstiegsrouten hat sich Dank der vielen neuen attraktiven und "sintroc-fremden" Griffe der Stil der Routenbauer erheblich geändert und ist nach all den Jahren endlich etwas moderner geworden.

Alles in allem war der Rockmaster wieder extrem gut besucht und ein gelungenes Fest des Klettersports. 3,5 Stunden Übertragung im italienischen Fernsehen, wo auch die Rede vom Tivoli in Innsbruck, als die "Cucina degli athleti" die Rede war bringen auch in Italien das Ansehen dieses Sport um Vieles weiter. Gratulation an Angelo Senici dem Veranstalter, für diese gelungene Gernalprobe für die WM 2011 in Arco. Und Gratulation auch an Pio und Sportiva, die es wie immer verstanden, eine gutes Fest für die Kletterer in das kleine Arco zu zaubern.

Bleibt zu wünschen, dass die neue Nachwuchsgeneration an diese Ergebnisse anknüpfen kann.

Bild in eigener Sache: wenige, aber dafür klare und leserliche Infos an der Anzeigetafel