|
Was passiert eigentlich mit dem Dschungelbuch?
Kurz vor Weihnachten, noch im Dezember 2009, hatten Veith Streli und Andi Würtele von der Initiative "Rettet das Dschungelbuch" und Larcher Michael und Markus Schwaiger vom ÖAV einen Besichtigungstermin mit den Betreibern des Steinbruches und mit dem Zirler Bürgermeister. Mit dem Geländewagen wurden wir über die steilen und sehr ausgesetzten Wege mitten durch den Steinbruch hinaufgebracht, damit wir uns an den Ausstiegen der Routen ein Bild machen konnten. (War ziemlich beeindruckend und der Respekt vor den Leuten, die hier täglich in diesem Gelände arbeiten müssen, stieg gehörig)
Dabei konnte festgestellt werden, dass sich die Betreiber an die, im Frühjahr 2008 verhandelten Vorgaben gehalten haben und im oberen Stock wirklich nur die linken Routen weg gesprengt wurden. Die Abbauarbeiten sind so gut wie abgeschlossen. Es geht nun noch darum, im Frühjahr die Felsen und die Bänder im oberen Stock von speziellen Räumungsarbeitern abräumen zu lassen und dann in Absprache mit "uns" die Sanierung des Klettergartens bis zum Sommer 2010 voranzutreiben und abzuschließen. Zu den Sanierungsarbeiten gehören sowohl die Beseitigung des Schotters und somit die Herstellung des Urzustandes, als auch die Sanierung der Haken. Gleichzeitig wird versucht werden in Absprache mit den Bundesforsten hier eine gemütliche Athmosphäre zu schaffen,....
Wen alles gut geht, so können wir im Herbst 2010 wieder "Dschungeln". Ein Dank ergeht an alle, vor allem vom Innsbrucker Akademischen Alpenverein, die sich seit Jahren für das Dschungelbuch eingesetzt haben und mit dem Problem auch an die Öffentlichkeit gegangen sind.
Bild Dschungel Herbst 2009
Jetzt kommt nur noch der Schotter weg. Felsen werden keine mehr abgebaut. Das große "Loch" des Steinbruches wird dann bis 2020 bis zum obersten Drittel mit Material aufgeschüttet und begrünt werden.

Hier waren früher grüne Bäume und das Trockenklo. Andi und Michael zwischen Berg Heil und Stay Hungry, wo die Routen zur Hälfte verschüttet sind. Erstaunlicherweise ist der Felsen aber überhaupt nicht beschädigt. Foto: Veith

Reini beim Fingerloch in der Energiekrise. Hier gings früher satte 8 m runter.
Bild: Dschungel Sommer 2009

